Guy Kawasaki über Menschlichkeit

Umarme die Menschlichkeit wie auch Bäume ihre Äste um sich schlingen.

Umarme die Menschlichkeit wie auch Bäume ihre Äste um sich schlingen.


In diesem Blog-Posting fasst der Entrepreneur und Vordenker Guy Kawasaki seine Erfahrungen mit Bruna Martinuzzis Buch The Leader as a Mensch: Become the Kind of Person Others Want to Follow. Mich berührt die Menschlichkeit, die aus den dort präsentierten zwölf Punkten hervor quillt.

  1. Gib Menschen mehr als nur Dinge zum Geschenk
  2. Sieh’ das Talent in jedem Menschen
  3. Teile wertvolle Ideen und Information mit anderen
  4. Erlaube es dir, ein Anfänger zu sein
  5. Erzähle Menschen nicht, was sie nicht tun können
  6. Minimiere dein Bedürfnis nach Raum
  7. Werde zu einem Beziehungsexperten
  8. Sei glücklich mit anderen
  9. Hege keine Bitterkeit über Vergangenes
  10. Schenke andere Menschen Hoffnung
  11. Gib anderen Menschen ein gutes Gefühl
  12. Betrachte vergangene Versprechungen wie Schulden

1. Gib Menschen mehr als nur Dinge zum Geschenk

Viel wertvoller als jeder Gegenstand sind Handlungen wie Verzeihen, Vertrauen und Wertschätzung. Sie leben in diesem Menschen unter Umständen ein Leben lang weiter und geben ihm Kraft und Zuversicht, die kein lebloses Ding zu geben vermag.

2. Sieh’ das Talent in jedem Menschen

Es ist eine machtvolle Fähigkeit, einen Menschen gut genug kennen zu lernen um zu entdecken, welche Talente er besitzt. Jeder Mensch besitzt eine sensible Seite, wenn man ihn auf seine Talente anspricht – dort ist der Mensch besonders verletzlich gegenüber Kritik und besonders empfänglich für Lob. Es ist der Treibstoff für das Erreichen seiner Träume, einen Mensch in seinen Talenten zu bestätigen.

3. Teile wertvolle Ideen und Information mit anderen

Werde zu einem Menschen, der zu geben vermag aber sei selektiv in dem, was du weiter gibst. Handle als lebender Filter, der Unnützes von sich weist und die schönen Dinge und großen Ideen unter Seinesgleichen verteilt. Bereichere andere mit dem, was du ihnen mitteilen kannst.

4. Erlaube es dir, ein Anfänger zu sein

Handle nicht im Denken “Alles schon gehört, nicht mehr interessant.” sondern öffne dich für dein Gegenüber und zeige ehrliches Interesse an dem, was es dir zu berichten hat. Jeder Mensch teilt sich gerne mit und wird gehört, wenn sein Gegenüber ihm zeigt, dass seine Information auch ankommt. Aus dieser Situation können beide nur gewinnen – denn du kannst von jedem Menschen etwas lernen – und wenn es nur eine Anleitung dafür ist, wie die Dinge nicht zu machen sind.

5. Erzähle Menschen nicht, was sie nicht tun können

Verbringe lieber mehr Zeit damit, Menschen in dem zu bestärken, was sie zu tun vermögen. Es geschieht viel zu oft, dass ein großes Talent verhindert wird, da ihm sein Umfeld zu verstehen gibt, dass er oder sie etwas nicht zu tun vermögen. Ermögliche Großartiges, verhindere es nicht.

6. Minimiere dein Bedürfnis nach Raum

Guy schreibt in seinem Resumée vom Beispiel, in einem Coffeeshop nicht mehr als einen Platz einzunehmen, da mehr Platz zu verbrauchen, als nötig als Diebstahl zu betrachten ist. Ich selbst sehe in diesem Gebot mehr die Empfehlung, sich selbst zurück zu nehmen und damit den anderen Menschen in deiner mehr Raum für ihre Entfaltung zu geben. Auch wenn dies auf den ersten Blick wirkt, als müsse man sich damit selbst einschränken, ist die tatsächliche Erfahrung befreiend und bereichernd. Es erfüllt dich mit Glückseligkeit, das Wunder der Entfaltung anderer zu betrachten – während du dir selbst die Brücke baust, dich in ihrem Licht ebenfalls zu entfalten.

7. Werde zu einem Beziehungsexperten

Beginne den Unterschied zwischen einer Diskussion und einem Gespräch zu verstehen. Während eine Diskussion einen Sieger und einen Verlierer hinterlässt und sich auf Fakten beruft, ist ein echtes Gespräch eine Erkundungsreise in die Seele deines Gegenüber. Bringe in Erfahrung, wie viel bereichernder ein Gespräch als eine Diskussion sein kann. Beginne ein Experte darin zu werden, deinem Gegenüber in Diskussionen deinen Standpunkt auf eine Weise näher zu bringen, die ihm erlaubt, ihn selbst zu erkunden. Schon Dale Carnegie wusste in Wie man Freunde gewinnt darüber bescheid, dass Menschen nicht zu überzeugen sind – sie überzeugen sich stets selbst.

8. Sei glücklich mit anderen

Guy schreibt über das jüdische Wort Farginen, das in seiner Bedeutung das genaue Gegenteil von Neid ist – wie auch dieses Video beschreibt. Es ist eine Meisterleistung, sich mit anderen freuen zu können, ohne dabei Hintergedanken zu hegen. Es ist ein Akt der puren Liebe an seinen Mitmenschen, sich von ganzem Herzen mit ihnen zu freuen – und erfordert auf dem Weg dahin eine große Menge an Selbst-Disziplin. Farginen ist ein Zustand von Ekstase und Befreiung.

9. Hege keine Bitterkeit über Vergangenes

Übe dich im Verzeihen und lass Vergangenes vergangen sein. Negative Gedanken über das gestern sind ein wie ein schwerer Rucksack voller Steine. Sie beschweren deinen Weg durch das Leben und nutzen dir zu nichts – außer um andere potentiell damit zu verletzen. Lass’ diese Gefühle los und setze Freude an ihre Stelle.

10. Schenke andere Menschen Hoffnung

Es gibt bereits genug Menschen, die traurig sind und in vielen Belangen keine Hoffnung mehr haben. Nimm’ dir Zeit und stärke sie mit Worten und Taten – und gib ihnen den Mut, sich selbst wieder aufzurichten, für ein neues Ziel zu leben und das Leben in einem anderen Licht zu sehen.

11. Gib anderen Menschen ein gutes Gefühl

Zeige anderen Menschen, dass sie wundervolle Wesen sind. In jedem Menschen steckt ein leuchtender Kern, der sich nur versteckt und entdeckt werden möchte. Indem du Menschen das Gefühl gibst, sie sind besser, als sie bisher dachten, gibst du ihnen die Kraft, sich aus ihrem Inneren zu nähren.

12. Betrachte vergangene Versprechungen wie Schulden

Das Vertrauen anderer Menschen ist eine sehr zerbrechliche Angelegenheit – einmal aus der Hand gerutscht, zerbricht es leicht und ist schwer wieder zu kitten. Achte auf deine Versprechungen und gib sie nur ab, wenn du wirklich dahinter stehst, ihnen auch Folge zu leisten. Bei jenen, die du bereits gegeben hast: Bemühe dich, zu deinem Wort zu stehen.

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Der hier gegebene Rat wirkt stellenweise esoterisch, weil er sich auf die Idealzustände bezieht, die es zu erreichen gilt. So wird es für den Einzelnen möglicherweise ein großes Problem darstellen, sich nicht weiter zu grämen und allem Absolution zu erteilen. Solche Ziele sind in Etappen aufgeteilt meist realistischer und leichter zu erreichen. Jeden Tag eine kleine Schuld aus früheren Tagen vergeben und sich dabei schrittweise steigern bringt mehr, als sich vergeblich an Großem zu versuchen und ständig zu scheitern.

Hier gilt der Leitspruch KAIZENverbessere dich jeden Tag. Und sei es nur um ein klitzekleines Scherflein. Jedes Scherflein Menschlichkeit tut dir und deiner Umwelt ungemein gut.

Genieße das Leben :)

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Eine Antwort auf Guy Kawasaki über Menschlichkeit

  1. Ich sagt:

    “Zeige anderen Menschen, dass sie wundervolle Wesen sind. In jedem Menschen steckt ein leuchtender Kern, der sich nur versteckt und entdeckt werden möchte. Indem du Menschen das Gefühl gibst, sie sind besser, als sie bisher dachten, gibst du ihnen die Kraft, sich aus ihrem Inneren zu nähren.”

    Ah ja. Interessant. Und so schön auszusprechen, solange es graue Theorie ist. Na ja, vielleicht läuft es mit der Umsetzung ja inzwischen besser als damals.

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