Nike Free: Erfahrungen

Der erste Schuh, mit dem ich in Kontakt gekommen bin, nachdem ich mich über das Barfußgehen informieren habe lassen war ein Modell aus der Reihe Nike Free.

Nike Free 5.0 V2

Mein erstes Modell war ein Nike Free 5.0 V2. Bislang war ich reguläres Schuhwerk gewohnt und habe entweder schwerere Turnschuhe oder meine davor lieb gewonnenen Doc Martens mit Stahlkappe getragen. Diese schweren Treter gewohnt war es für mich eine ganz neue Erfahrung in diese federleichten Turnschuhe zu schlüpfen. Mangels schwerer Sohle und dickem Außenmaterial kommen die Nike Free in Summe auf etwa 350 Gramm – was dazu führt, dass man sie beim Tragen noch nicht einmal bemerkt. Ein erster Pluspunkt.

Was die Nike Free so besonders macht ist ihre Sohle. Während andere Hersteller ihre Schuhe auf Basis ihrer Dämpf- und Stabilisationseigenschaften anpreisen, verzichtet der Nike Free auf diese Merkmale. Stattdessen hat die Sohle den Vorteil einer extremen Flexibilität – sie lässt sich extrem gutmütig verbiegen. Da der Fuß beim Ballengehen meist angewinkelt ist und nicht gerade am Boden aufliegt ist eine solche Flexibilität notwendig, um Druckstellen im Bereich des Mittelfußes zu vermeiden – viele schwere Schuhe führen nämlich genau dazu, wenn sie im Ballengang verwendet werden.

Von ihren Qualitäten begeistert habe ich mein erstes Paar Nike Free als praktisch einziges Paar Schuhe über einen Zeitraum von etwas über einem Jahr getragen. Beigelegt waren dem Schuh zwei Paar Einlagen, die noch einmal eine Regulation der Dämpfung entscheiden (mit 5.0 und 4.5 beschriftet). Die Verarbeitung der Schuhe ist gut, sie haben mich ohne Probleme über den Zeitraum getragen – bis die Stoffverkleidung eines der beiden Schuhe w.o. gegeben hat. Dieser Riss hat zwar eher ästhetische als funktionelle Probleme nach sich gezogen, reichte aber für die Entscheidung, ein neues Paar anzuschaffen.

Nike Free 7.0

Mein zweites Paar Nike Free sind blitzblaue Nike Free 7.0, derentwegen ich schon viele schräge Blicke gesammelt habe. Es ist ungewöhnlich, Schuhe in dieser Farbe zu tragen – allerdings gefallen sie mir außerordentlich gut.

Der markanteste Unterschied zwischen beiden Schuhen ist die Dicke der Sohle. Die 7.0 kommen regulären Schuhen bereits wieder näher und sind robuster in der Aufmachung – der Fuß ist vollverkleidet und die Sohle dicker.

Mein zweites Paar Nike Free habe ich über die annähernd zwei Jahre, die ich sie nun besitze, nicht so oft getragen wie ihre Vorgänger. Hauptsächlich dafür verantwortlich war die Anschaffung eines Paar Vibram FiveFingers im Folgejahr. Bis heute trage ich sie ohne Probleme und Materialfehler – auch ihre Farbe haben sie für ihr Alter gut gehalten. Ein Studienkollege hatte mir kurz nach dem Kauf noch prophezeit, es bringe mir nichts, blaue Schuhe zu tragen, da sie nach einem Jahr so braun seien wie alle anderen auch :D

Modelle

Die Modellpalette der Nike Free umfasst die Modelle 3.0, 4.0, 5.0 und 7.0. Der Unterschied der Modelle zueinander liegt im Kontinuum Barfuß <-> Schuh. Während der Nike Free 3.0 dem Barfußgehen schon extrem nahe kommt, ist der Nike Free 7.0 einem regulären Schuh bereits wieder ähnlicher. Aktuell im Nike Store zu haben sind nur die Modelle 5.0 V4 und 7.0 V2 – allerdings mittlerweile farblich komplett anpassbar. Der Preis ist mit etwa 130 Euro zwar etwas hoch – für einen individuellen Schuh allerdings verträglich.

Für den ist der Schuh also eine gute Idee? Für alle, die leichtes Schuhwerk dem schweren gegenüber bevorzugen. Für alle, die überlegen, ihre Gangart zu wechseln. Für alle, die viele Meter pro Tag machen.

Der Schuh ist zwar als Laufschuh konzipiert, meiner Meinung nach aber ein optimaler Schuh für den Alltag. Ich kann ihn nur von ganzem Herzen weiterempfehlen :)


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3 Antworten auf Nike Free: Erfahrungen

  1. fafi sagt:

    hej endlich jemand der mal weiß für was die zahlen bei nike free stehen. hab das nämlich bisher nirgendwo gefunden u. mein verkäufer hat mir einfach mal die nike free 3.0 verkauft u. ich wusste damals noch garnicht das es da mehrere modelle von gibt.
    Ich finde sie zwar nicht schlecht – aber wenn ich sie als Alltagsschuhe benutze tun mir am ende eines tages die fersen weh.

    Aber mal noch noch eine frage wenn 3.0 – 5.0 für den Unterschied zwischen Barfuß Schuh steht – für was sind dann die V2, V4 Bezeichnungen gut – wäre cool wenn du das auch noch wüsstest – die nike webseite ist im punkto der informationspolitik nämlich net grad nen knaller find ich:)

    • Hallo fafi!

      Danke für dein Kommentar. Die Bezeichnungen V2, V4, etc. stehen bei den Nike Free für die Versionen des Modells. Die Modelle werden in unregelmäßigen Abständen überarbeitet und dann in neuen Versionen produziert und verkauft. So ist ein Nike Free 5.0 V2 nicht der selbe Schuh wie ein Nike Free 5.0 V3 – das Design wird sich verändert haben.

      Ob die Schuhe durch das Re-Design besser oder schlechter werden kann ich dir allerdings nicht verraten – ich habe vom selben Schuh bislang noch nie mehr als eine Version getragen.

      Alles Liebe
      Simon

      P.S.: Wenn dir deine Fersen am Ende des Tages weh tun kann das daran liegen, dass du den Schuh über den Hackengang gehst – dafür ist er nicht gerade ausgelegt. Das Vorfußgehen fühlt sich mit dem Nike Free deutlich angenehmer an. Für mehr Informationen, siehe hier: Ballengang versus Hackengang

  2. Egal welcher Nike, die Schuhe haben alle eine Sprengung. Das bedeutet ganz simpel:
    Einen Absatz! Auch wenn man ihn nicht sieht – einfach mal einen Schuh anziehen und am anderen Fuß nichts tragen und damit ein paar Schritte gehen. Am eigenen Gerumpel und Gehumpel wird man merken, wie wenig ein Nike Free mit “Barfuß” zu tun hat. Außerdem ist ein Schuh mit Sprengung prinzipiell für den Ballengang ungeeignet. Eine deutlich bessere Wahl für den Ballengang und ein “Barfußgefühl” sind dann wirklich die Fivefingers von Vibram. Aus meiner persönlichen Sicht sehen die auch deutlich stylischer aus.

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