2011 ist für mich und meine Freundin Julia definitiv das Jahr des Entrümpelns. Julia hat in ihrem Blog bereits darüber geschrieben, wie wir im Februar damit begonnen haben, unsere gemeinsame Wohnung von vielen Gegenständen zu befreien. Gegenstände, die unsere Lebensenergien stagnieren lassen. Wir wurden stark von Karen Kingston’s Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags beeinflusst, das uns die Augen geöffnet hat: Materieller Müll führt zu vielfältigen Blockaden und Stagnation. Werden die eigenen Gegenstände bewusst verwaltet, kann die Energie frei durch den Raum fließen.
Mittlerweile sind wir beide mit unserer Wohnung zufrieden – doch dort machten wir keinen Halt. Mittlerweile haben wir zusätzlich mein altes Zimmer im Haus meiner Eltern entrümpelt. Dieses Zimmer hat mittlerweile mein jüngerer Bruder okkupiert. Er lebte bislang inmitten meiner alten Gegenstände. Dieses Zimmer ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein unsauberer Schnitt geschieht: Ich bin ausgezogen, doch mit meinen Gegenständen ist eine Menge von mir zurück geblieben. So kann dieser Raum nicht zu jemand anderes Zimmer werden, da meine Energien darin noch wohnhaft sind. Nun ist der Raum von all dem befreit, was mein Bruder von meinen Sachen nicht verwendet. Jetzt ist der Weg frei, es nach seinen Vorstellungen zu gestalten und seinen Platz darin zu finden.
Die größte Überraschung war für meine Freundin und mich allerdings dieses Wochenende: Ihre Eltern haben sich nach einer viele Jahre langen Phase der Frustration mit der zunehmenden Präsenz entsorgungswürdiger Gegenstände in ihrem Haus dazu entschlossen, dem ein Ende zu bereiten. Ein Müllcontainer wurde vor das Haus beordert und mit tatkräftiger Mithilfe meiner Freundin und mir in den letzten beiden Tagen bis an den Rand gefüllt. Ich bin immer wieder fasziniert, wie viel Müll sich über Jahre ansammeln kann und welche Emotionen in den Menschen hochkommen, wenn sie die alten Strukturen aufreißen. Mit aller Kraft legt sich etwas in ihnen gegen das Loslassen von Gegenständen, die seit Jahren nicht mehr angesehen wurden quer. Die ganze Frustration und die mit den Gegenständen verbundenen Emotionen kommen wieder an die Oberfläche. Zahllose Erinnerungen werden geweckt und der eine oder andere alte Schatz wird neu entdeckt. So nehme ich neben Eindrücken auch einen ganzen Stapel an Ordnern mit alten Photographie-Magazinen mit nach Hause.

Wie viel Kleidung sich über die Jahre ansammeln kann. Nicht nur Karen Kingston rät: Behalte nur, was du anzuziehen liebst!
Mein nächstes Projekt wird sein, meine eigenen Eltern vom bereits zu lange aufgeschobenen Entrümpeln zu überzeugen. Die positiven Effekte des materiellen Entschlackens sind die beste Werbung. Bereits dieses Wochenende wurden wir von vielen anderen Bewohnern des Dorfs in dem Julias Eltern leben angesprochen. Viele von ihnen haben zu Protokoll gegeben, dass ihnen so eine Entschlackungskur ebenfalls gut tun würde. Durch ein lebendiges Vorbild kann Veränderung gestiftet werden. Das freut mich und so bin ich nach zwei Tagen anstrengenden Entrümpelns müde aber zufrieden.
Motiviert, etwas in den eigenen vier Wänden zu bewegen? Ein Crashkurs im Entmüllen der eigenen Umgebung folgt in Kürze hier auf soulspace.cc
Wer entweder nicht warten kann oder viel mehr Details wünscht, dem empfehle ich den kostengünstigen Erwerb von Karen Kingston’s Buch. Meine Freundin und ich waren tagelang wie elektrisiert davon.


