Eines hatten wir auf jeden Fall gemein: Als mein Freund Simon das Billing des diesjährigen Night of the Prog-Festivals zum ersten Mal gesehen hat, waren seine Augen genauso groß wie die meinen. Als bekennender Freund der Musik aus dem Progressive-Rock/Metal-Dunstkreis waren da mehr als nur ein paar Leckerbissen zu finden.
Die Frage, ob wir dorthin fahren stellte sich nicht mehr. Und so kommt es, dass wir letztes Wochenende die 700 Kilometer lange Reise ins ferne Rheintal angetreten sind. Meine bisherige Festivalerfahrung des Jahres 2011 war mit einem ungemein verregneten und musikalisch für mich wenig interessanten Metalfest 2011 dürftig ausgefallen, so waren meine Erwartungen niedrig angesetzt.
Freitag
Nach einer entspannten Autofahrt (die ich meinem Freund überlassen habe
), die nach hunderten Kilometer Autobahn eine malerische Gegend am Ufer des Rheins enthüllte (zahllose Weinstöcke und Burgen inklusive), kamen wir gut in der Zeit am Freitag an und nahmen die Atmosphäre am Campingplatz in uns auf. Dort verlief alles in sehr ruhigen Bahnen, vielleicht 200 Leute waren zu sehen. Als nächste Überraschung präsentierten sich uns die sanitären Anlagen. Dixi-Klos erwartend, fand ich einen Sanitärcontainer mit Keramiktoiletten und fließendem Wasser (!) vor. Später sollte ich auch noch Duschcontainer finden. Sehr angenehm, das Wochenende nicht verdreckt verbringen zu müssen. Bereits jetzt hatte ich das gute Gefühl, das würde ein angenehmes Wochenende werden. Alles aufgebaut und abgestellt nahmen wir uns noch etwas Zeit, um uns zu akklimatisieren, ehe wir zur Bühne aufbrachen.
Location
Die Bühne an der Loreley gehört zurecht zu den schönsten Locations, die deutsche Lande zu bieten haben. Die im Stile eines Amphitheaters aufgebaute Anlage verhieß entspannten Musikgenuss (gerne auch im Sitzen) bei einzigartiger Akustik. Die Auswahl an Merchandising- und Gastronomie-Ständen war klein aber fein (auch wenn Band-Shirts leider Rarität waren) — genau so, wie es zum gemütlichen Ambiente des kleinen Festivals passt. Generell hatte ich über das Wochenende nie das Gefühl, es seien mehr als 1.000 Leute anwesend. Die Statistik straft mich hier Lügen: Freitag sollen 4.500 und Samstag über 5.000 Leute da gewesen sein. Für ein Metal-Festival wäre das klein, im Progressive-Bereich spielen sich Events aber in deutlich bescheideneren Bahnen ab. Auch die Demographie der Besucher war für mich ein kleiner Stilbruch zu meinen bisherigen Erfahrungen: Das Gros der Anwesenden wird 35 Jahre oder aufwärts gewesen sein – graumeliert war absolut salonfähig. Entsprechend lax waren auch die Security-Checks: Wird man bei den meisten Konzerten mit allem anderen als den Kleidern am Leib schroff abgewiesen, waren hier Camping-Stühle, Decken, Polster, PET-Flaschen (erst am zweiten Tag wurde das auf Behälter mit der Aufschrift TETRA-PAK eingeschränkt – und kreativ ausgelegt
) und – zu meiner großen Überraschung – auch Spiegelreflexkameras aller Dimensionen (auch mit Stativ) ohne Presseausweis erlaubt. Allein die Frage “Ist das eh keine Videokamera?” wurde gestellt – und meinerseits brav verneint
Die Exemplare von Canon EF 70-200mm f/2.8 IS II USM , die ich an diesem Wochenende gesehen habe, kann ich nicht an einer Hand abzählen. Auch ich hätte an diesem Wochenende gerne ein solches besessen, denn ich musste rasch feststellen, dass selbst das beste Objektiv seine Grenzen aufgezeigt bekommt, wenn die Brennweite bei 55mm endet und das Motiv deutlich von einem entfernt ist. Das Festival war für mich das erste handfest Plädoyer dafür, mir ein Telezoom-Objektiv zu leisten.
Martigan (GER) & Sky Architect (NL)
Doch nun zur Musik – wegen der wir schließlich die vielen Kilometer abgespult haben. Als Opener fungierten die deutschen MARTIGAN, die schon als Veteranen gelten dürfen. Von allen Gruppen kannte ich von Martigan die wenigste Musik (d.h.: Gar nichts) und musste mich daher darauf beschränken, zu lauschen und zu genießen. Es wurde feiner Neo-Prog geboten, doch diese Art der Musik zündet erst nach mehrmaligem Hören. Entsprechend unbeeindruckt plätscherte es an mir vorüber.
Die nun kommenden SKY ARCHITECT waren mir um Einiges geläufiger. Die Newcomer aus Rotterdam haben 2010 mit ihrem Debütalbum Excavations of the Mind für Furore in der Szene gesorgt (das gesamte Album gibt es hier gemeinsam mit seinem Nachfolger zu hören). Auch für mich gehörten Sky Architect zu den musikalischen Highlights des Vorjahres. Ich habe ihren wunderbar intonierten Auftritt sehr genossen und bin wohl als einziger so richtig abgegangen. Eine neben mir stehende Frau meinte mitten im Konzert zu mir “Die sind gut, was?”. Ja, das bestätige ich.
Threshold (GB)
Die nun kommenden THRESHOLD waren für Simon und mich das Highlight des ersten Tages. Beide sahen wir die Band bereits zum zweiten Mal – und auch beim zweiten Mal gab es die selben Höhepunkte und Probleme. Sänger Damian Wilson hat die Location wie kein anderer dieses Wochenende genutzt, um mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen. Schon vor dem Konzert klatschte er mit den ersten Reihen ab (und nahm einen ganz hysterisches Groupie auch in den Arm – Damian, ein richtiger Ladies’ Man, wie schon damals in München festgestellt
), unternahm eine kurze Tour durch die Menge und fand sich gerade richtig zum Beginn des Konzerts wieder auf der Bühne ein. Geboten wurde ein schöner Querschnitt aus den aktuelleren Threshold-Alben – sehr zu meiner Überraschung waren keine Stücke von Alben vor Hypothetical zu hören – also genau aus der Phase, als Damian Wilson zum ersten Mal Sänger der Band war. Nichtsdestotrotz war ich sehr angetan – mit Art of Reason und Pilot in the Sky of Dreams präsentierte die Band auch meine beiden persönlichen Favoriten der britischen Gruppe. Auch während des Auftritts ließ es sich Damian nicht nehmen, einige Ausflüge quer durch die Menge zu unternehmen und die Entscheidung schwer zu gestalten, wem ich nun meine Aufmerksamkeit schenken soll: Dem Sänger oder seinen Instrumentalisten? Probleme gab es – wie damals in München – mit der Abmischung des Sounds – Vocals waren zwar präsent, dafür ist das (bei Threshold bedeutende) Keyboard vollkommen untergegangen. Dennoch: Weit über eine Stunde mitgröhlen und auf einer Welle der Endorphine schwimmen. Wunderbar. Die Band zieht sich nach diesem Auftritt für den Rest des Jahres zurück und wird erst wieder mit einem neuem Album unter dem Gürtel auf die Bühne zurückkehren.
Riverside (PL)
Die nun kommenden Polen von RIVERSIDE haben sich in den 10 Jahren ihres Bestehens als feste Größe im Progressive Metal etabliert. Zur Feier des Jubiläums haben sie eine EP veröffentlicht (Memories in my Head), der sie im Rahmen ihres Konzerts ordentlich Platz geschaffen haben: Die gesamte EP nimmt die ersten 33 Minuten ihres Auftritts ein. Da ich die EP als einziges ihrer Werke nicht kenne, habe ich wenig davon. Faustregel: Je besser vorbereitet ich bin, desto packender ist der Auftritt. Den Rest ihres Konzerts bieten sie einen schönen Querschnitt aus ihren bisherigen Alben, mit einigen publikumswirksamen Highlights. Vorab hatte ich aufgeschnappt, dass die Gruppe rund um Mariusz Duda live keine echte Interaktion mit dem Publikum bietet – dieser Eindruck wurde nicht bestätigt. Kollektives Mitsingen bei Conceiving You und vor allem die von Mariusz initiierten Ooooo Ooo-Chöre bei Left Out waren wunderbar (und sollten sich zum running gag des Festivals mausern). Vor allem, da das Publikum nicht daran dachte, die Chöre zu beenden, auch auf Mariusz Bitte hin. Hihi
Beendet wurde das Konzert mit der – meiner Meinung nach – sich am besten dafür eignenden Nummer der Band: The Curtain Falls.
Eloy (GER)
Der aktive Konzerttag war für mich damit beendet, denn den Auftritt der deutschen Prog-Dinosaurier ELOY habe ich nur am Rande mitverfolgt. Vorab habe ich mich nur mit ihrem ersten Erfolgsalbum Ocean beschäftigt und wie zu erwarten, war genau ein Song in den zwei Stunden für mich bekannt. Von weit hinten und schon von Müdigkeit geschlagen verfolgte ich die Musik nur halb mit. Platz lassen für den harten Kern der Fans war die Devise. Immerhin hatten wir früher diesen Tag eine ganze Gruppe griechischer (!) Eloy-Fans getroffen, die extra für diesen Gig an die Loreley gereist sind – scheinbar Spätfolgen der erfolgreichen Griechenland-Konzerte der 70er. Das nenne ich Band-Treue. Mir kam vor, dass Sänger und Sprachrohr Frank Bornemann etwas verunsichert war, da er sich in den Ansagen ordentlich steif gab – sicher damit zusammenhängend, dass Eloy diesen Auftritt als DVD veröffentlichen wollen.
Glücklich und müde gab es an diesem Freitag nur noch eines für mich: Schlafen! Denn auch der nächste Konzerttag würde lang werden.
Samstag
Gut geschlafen, früh aufgestanden und geduscht war ich bereit für einen weitern Konzerttag. Die Zeit bis zum ersten Auftritt (um 12:30 angesetzt) haben wir damit gefüllt, die Loreley zu erkunden und den Ausblick von der Felsenspitze aus zu genießen. Auch habe ich einen kleinen britischen Mietsbus gesehen, der ins Gelände eingefahren ist. Die Insassen sollten mir später noch begegnen.
Haken (GB)
Wie vermutet, sollten sich diese Gestalten als die Mitglieder der britischen Progressive-Newcomer HAKEN bestätigen, die den zweiten Festivaltag um 12:30 eröffneten. Ähnlich wie bei den am Vortag auftretenden Sky Architect haben die Briten nur ein Album im Programm und wurden für dieses von der Presse gewürdigt. Neben den Tracks von Aquarius wurden auch zwei neue Stücke vorgestellt – hier fehlte natürlich der Draht des Publikums zur Musik. Bei den bekannten Stücken ging die Menge ordentlich ab – es waren zahlreiche dezidierte Haken-Fans anwesend, deren lautstarke Rufe nach Celestial Elixir schlussendlich auch belohnt wurden. Der Drummer der Band übertrieb es dennoch und zerlegte im Laufe des Konzerts nicht weniger als drei Sticks und seine Snare – eine Pause verursachend, die von der Band sympathisch durch lockeres Jamming gefüllt wurde. Hut ab.
Vanden Plas (GER)
Nach dem Auftritt von Haken merkte ich die Müdigkeit in den Knochen und die Erschöpfung vom Vortag gewaltig und verordnete mir – um die noch kommenden Auftritte von IQ und Dream Theater entsprechend würdigen zu können – eine Zwangspause. So genoss ich den Auftritt von VANDEN PLAS von den mittleren Rängen aus. Die Truppe aus dem Pfalztheater Karlsruhe baute sich als erste Gruppe etwas mehr optische Anreize in Form von Stehbannern auf, die das Logo der aktuellen Langspielplatte der Gruppe, The Seraphic Clockwork trug. Geboten wurde ein professioneller Querschnitt aus dem letzten Jahrzehnt des Schaffens einer Gruppe, die in unverändertem Line-Up nun schon satte zwanzig Jahre auf der Bühne steht. Da ich mich persönlich seit Beyond Daylight aus dem Jahre 2002 nicht mehr eingehender mit den Outputs der Gruppe beschäftigt habe, ist der Funke nicht zu 100% übergesprungen – auf jeden Fall wurde ich motiviert, mir die neuen Scheiben genauer anzuhören, denn die vernommenen Klänge waren sehr vielversprechend. Vocalist Andy Kuntz erwähnt während des Auftritts auch, dass es für Vanden Plas schwer gewesen sei, einmal an diesem Ort spielen zu können und es sie ehre, nun hier zu stehen. Angesichts von Newcomern wie Haken oder Sky Architect wunderte ich mich, warum es einer derart etablierten wie renommierten Gruppe wie Vanden Plas so schwer gemacht wird, das Night of the Prog zu beehren. Doch das nur am Rande.
RPWL (GER)
Für mich waren die letzten Deutschen im Aufgebot – RWPL – eine der Überraschungen des Festivals. Anfangs hatte ich keine großen Erwartungen an die Jungs rund um Frontmann Jogi Lang, doch gerade dieser entpuppte sich im Verlauf des Konzerts als echter Könner im Umgang mit dem Publikum, als sympathischer, humorvoller Musiker, der auch mit Augenzwinkern auf die eigene Nische blicken kann. Hier spielte eine Band, die auf dem Boden geblieben ist und genau weiß, wo sie steht. Die Musik war wirklich schön anzuhören – im Sinne der Ästhetik – und hatte in Verbindung mit den stark eingesetzten Visuals eine oft extrem eindrucksvolle Wirkung. Mein RPWL-Favorit war und ist The Gentle Art of Swimming. Diesem Stück zu lauschen habe ich sehr genossen. Den Vogel des Festivals schoss die Gruppe aber mit einem ganz anderen Stück ab: Dem extrem selbstironischen This is not a Prog Song, das mit humorvollen Visuals und einem schrägen Prog-Medley zu Ende die Herzen der Anwesenden im Flug eroberte. Ganz großes Kino!
IQ (GB)
Nun hieß es für mich wieder ab an die Front! Mit IQ stand nun die Band auf dem Programm, auf deren Auftritt am meisten gespannt war. Loreley stand für die Veteranen von der Insel im Rahmen ihrer Tour zur Feier des 30-jährigen Bandjubiläums auf dem Programm. Bemerkenswert, dass die Band – abgesehen vom Keyboarder – wieder in der Originalbesetzung auftritt, nachdem 30 Jahre zahlreiche Personalrochaden bedeuteten. Bei Sänger Peter Nicholls war ich mir über den gesamten Auftritt nicht sicher, ob er vielleicht schlecht geschlafen habe, so tief hingen seine Mundwinkel. Doch das scheint sein Standard-Ausdruck zu sein. Die Band bot in ihrer großzügigen Spielzeit ein charismatisches Set mit Highlights aus 30 Jahren Bandgeschichte – was für mich beim letzten Stück (The Last Human Gateway) allerdings bedeutete, dass ich nicht immer mitsingen kann
Sehr schön fand ich, dass Peter beim Ansagen der Stücke immer ein wenig darüber verriet, welche Intention hinter den einzelnen Stücken steht – nun kann ich einige der Lieder in einem gänzlich neuen Kontext betrachten. Zusammengefasst war der Auftritt für mich ein Hochgenuss, der an diesem Tag nur noch von einer Band getoppt werden sollte.
Dream Theater (USA)
Der Auftritt von DREAM THEATER stand unter ganz schlechten Vorzeichen. Während die Bands vor ihnen mit der halben Stunde Umbaupause locker auskamen, war eine Stunde hier nicht genug. Mit etwa einer dreiviertel Stunde Verspätung konnte das Konzert erst beginnen. Die Fans waren zu diesem Zeitpunkt bereits unruhig geworden. Den ganzen Tag war schon zu beobachten, dass das Gros der Leute mit Dream Theater Band-Shirt herumläuft (ich durfte mich an diesem Tag auch dazu zählen). Die Erwartungshaltung war also groß. Zur Erheiterung der Menge begannen einige Leute, die andauernde Umbaupause mit den vom Vortag bekannten oooo-OOOOO-ooo-Chören aus Riversides Left Out zu überbrücken. Zum Schmunzeln. Schließlich wurden die Fans aber doch noch mehr als entlohnt – mit einem großartigen Auftritt. Dream Theater haben es tatsächlich geschafft, eine Brücke zwischen extremer Lautstärke und perfekter Abmischung zu schlagen, sodass Keyboarder Jordan Rudess nicht unterging. Die Set-List ließ für mich kaum zu wünschen übrig. Es wurden Stücke aus allen Phasen der Dream Theater-Karriere gespielt, auch eher unübliche Live-Stücke (hervorzuheben: The Great Debate). Mein lückenhaftes Gedächtnis hat folgende Set-List im Kopf (Reihenfolge ohne Gewähr):
- Under a Glass Moon
- Forsaken
- These Walls
- Endless Sacrifice
- Mike Mangini Drum Solo
- Ytse Jam
- On the Backs of Angels
- The Great Debate
- Peruvian Skies
- Through her Eyes / Fatal Tragedy
- ENCORE: The Count of Tuscany
Drummer Mike Mangini durfte an diesem Abend eindrucksvoll beweisen, dass er nicht nur eine Übergangslösung darstellt. Er zeigte von allen Beteiligten meiner Meinung nach die größte Spielfreude und ein furioses Solo, bei dem er das überdimensionale Drum-Kit, das Dream Theater unter anderem auszeichnet nach allen Regeln der Kunst bearbeitete. Auch Jordan Rudess überraschte mit einem neuen Spielzeug – einem umhängbaren Keyboard im E-Gitarren-Look, bei dem er sich neben John & John (Petrucci & Myung) bei Endless Sacrifice Zum Posieren aufbaute. Auch bei den Visuals (die bei Dream Theater viel Präsenz hatten – die Bandmitglieder wurden alle aus verschiedensten Perspektiven gefilmt und auf die Leinwand gespielt) hatte er die Lacher auf seiner Seite, wurde er doch synchron zu seinem Spiel als Comicfigur (Zauberer mit Spitzhut – perfekt passend zu seiner Glatze und mächtigem Ziegenbart) dargestellt, die auf einem kreisrunden Keyboard sein Spiel tut. Der Rest der Band bot gewohnt hohen Standard. Der Höhepunkt des Konzerts war sicher, als die Band nach dem Abtritt noch für The Count of Tuscany als Encore auf die Bühne zurück kamen. Das Stück hatte inmitten dieser magischen Location einfach Gänsehautcharakter, wie mir im Nachhinein von meinem Kumpanen Simon (bis dato absolut kein Dream Theater-Fan!) bestätigt wurde.
Anathema (GB)
Waren Dream Theater der laute und pompöse Knalleffekt und Höhepunkt dieses Festivals, so waren ANATHEMA ein mehr als würdiger Abschluss für zwei großartige Tage Musik, bei dem sie durch ganz besondere Emotionalität punkten konnten (unterstützt von der Dunkelheit). Bestens vertraut mit dem aktuellen Album We’re here because we’re here hatte ich kaum Mitsing-Barrieren zu überwinden, während die Gebrüder Cavanagh mit Unterstützung eindrucksvolle Klangkulissen hervorzauberten. Zwar konnte ich während des Auftritts immer wieder dissonante Züge in der Instrumentalisierung feststellen (die mich innerlich zusammenzucken ließen), doch konnten diese dem Auftritt seine emotionale Tiefe nicht nehmen. Mit Closer wurde auch ein persönlicher Favorit von Simon und mir gespielt (reichlich elektronisch modifiziert).
Fazit
Das Night of the Prog Festival VI hat mich allen Belangen überzeugt. Die Organisation hatte kaum Schwächen (die Abarbeitung der Schlange beim Einlass an beiden Tagen einmal abgesehen), die Mitfeiernden waren ein friedliches Volk (gemäß der Demographie: Wenig Kapuzenträger, viele Durchschnittslangweiler), die musikalische Aufstellung wird für mich schwer zu toppen sein. Für mich steht fest: Diese beiden Julitage im Jahre 2011 sind für mich bisher die unangefochtene Festivalreferenz, an der sich alles Kommende wird messen müssen. Ich freue mich auf nächstes Jahr!





















































































Schöner Bericht
Du hast nur “Mission Profile” vergessen
Und@Running Gag:
http://www.youtube.com/watch?v=G_AoaE8WtA0&feature=related